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Mut. Optimismus. Zukunft.

Teilhabe: Menschen mit Behinderung profitieren von Förderung aus Berlin / Fuchtel und Biadacz: Richtiger Ansatz

Fast 585.000 Euro fließen seitens des Bundes in ein Projekt, das die Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderung und von Bürgern, die von Behinderung bedroht sind, stärken soll. Davon werden Einwohner in den Landkreisen Calw und Böblingen profitieren, betonen die CDU-Bundestagsabgeordneten Hans-Joachim Fuchtel und Marc Biadacz.

„Es ist äußerst wichtig, dass Menschen mit Behinderung die Möglichkeit zu einer unabhängigen Teilhabe-Beratung erhalten“, sagen die beiden Politiker, „nur dann können sie tatsächlich selbstbestimmt über ihre Zukunft entscheiden.“ Insofern sei die Förderung durch die Bundesregierung genau der richtige Ansatz. Die „1a Zugang Beratungsgesellschaft“ mit Sitz in Sindelfingen ist ein gemeinnütziges Stiftungsunternehmen, das in den Landkreisen Calw und Böblingen als zertifizierte Bildungsträgerin aktiv ist. Gezielt werden von ihr und ihren Partnerunternehmen im Kreis Böblingen (Lebenshilfe Böblingen, Lebenshilfe Leonberg sowie VK Sindelfingen) Menschen mit Behinderungen unterstützt.

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) fördert mit dem Programm niedrigschwellige, von Leistungsträgern und Leistungserbringern unabhängige Beratungsangebote, wobei bei dem aktuellen Projekt unter dem Arbeitstitel „Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung“ ein besonderes Augenmerk auf den Ausbau der Beratungsmethode Peer Counselings liegt. Diese orientiert sich an der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen, insbesondere am Ziel der UN-Behindertenrechtskonvention. Demnach sollen Menschen mit Behinderungen in die Lage versetzt werden, ein Höchstmaß an Selbstbestimmung, umfassende körperliche, geistige, soziale und berufliche Fähigkeiten zu erlangen. Erreicht werden sollen außerdem die volle Einbeziehung in alle Aspekte des Lebens und die volle Teilhabe an allen Aspekten des Lebens.

Durch die unentgeltliche Beratung von Behinderten für Behinderte, die von Experten begleitet wird, werden Eigenverantwortung und Selbstbestimmung der Leistungsberechtigten im sozialrechtlichen Dreieck gefördert und ihnen eine ihren Wünschen entsprechende Lebensplanung und Lebensgestaltung ermöglicht. Schon bevor konkrete Leistungen beantragt werden, soll die unabhängige Beratung für Informationen und Orientierung sorgen, vor allem zu individuellen Teilhabemöglichkeiten und entsprechenden Leistungen sowie zum Teilhabeprozess und Verfahrensablauf.

Während dem Team der „1a Zugang Beratungsgesellschaft“ ab April in Nagold bereits barrierefreie Räume im Bürgerzentrum der Urschelstiftung an zwei halben Tagen zur Verfügung stehen, wird die Beratung in Calw ab Juni 2018 auf dem Campus der SRH Hochschule in der Lederstraße 1 stattfinden. „Unsere Beratung soll unabhängig sein, deshalb legen wir großen Wert auf neutrale Räume“, sagt Teamleiterin Renate Betzwieser, „denn die Menschen, die Rat suchen, sollen unbeeinflusst eine gute Lösung für sich finden.“

Angesprochen werden mit dem neuen Angebot vor allem Menschen mit Behinderung, die Orientierungshilfe brauchen, damit sie auf dieser Grundlage für ihre Zukunft planen und entscheiden können. Im Fokus ist dabei auch die berufliche Entwicklung.

Die sogenannten Peer Berater werden parallel zum Beratungsangebot und zum Aufbau eines Beratungsnetzwerkes durch Fachpersonal weiter qualifiziert werden. Im Team werden die Beratungsstellen aufgebaut, wobei sowohl professionelle Unterstützer als auch Peer Berater in den ganzheitlichen Prozess einbezogen werden. In den Einzelgesprächen und Gruppenangeboten der Ratsuchenden spielt auch die persönliche Lebenssituation des Ratsuchenden eine Rolle.

Weitere Informationen gibt es unter Telefon 07031 / 68748-33 oder im Internet unter: <a href="http://www.1a-zugang.de">www.1a-zugang.de</a>.