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Mut. Optimismus. Zukunft.

Marc Biadacz und Gitta Connemann bei einer Veranstaltung zur Digitalisierung der Landwirtschaft bei der MIT in Berlin

„Wir dürfen keine digitale Spaltung zwischen Stadt und Land zulassen!“

Der direkt gewählte Bundestagsabgeordnete Marc Biadacz hat sich für eine Digitalpolitik ausgesprochen, von der ländliche Räume genauso profitieren wie die wirtschaftsstarken Metropolregionen. „Beim digitalen Wandel unserer Lebens- und Arbeitswelt müssen wir alle Menschen mitnehmen, egal wo sie leben. Wir dürfen keine digitale Spaltung zwischen Stadt und Land zulassen! Das wird sicherlich eine der wichtigsten politischen Aufgaben in dieser Legislaturperiode, auch für mich persönlich“, sagte Biadacz bei einer Veranstaltung der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU (MIT) in Berlin. Dabei verwies er auf die Ausbaufortschritte beim Breitbandausbau im ländlichen Raum, forderte mit Blick auf seinen Wahlkreis aber weitere Kraftanstrengungen: „Wenn ich mir die Situation im Oberen Gäu und sogar in Teilen Sindelfingens ansehe, wo weniger als 50 Prozent der Haushalte über Breitband verfügen, muss hier dringend etwas geschehen. Denn schnelles Internet ist heutzutage unverzichtbar! Das gilt für private Haushalte genauso wie für Unternehmen, insbesondere auch für Landwirte.“

Die MIT hatte Vertreter aus Wirtschaft und Politik eingeladen, um über die Digitalisierung innerhalb der Landwirtschaft zu diskutieren. Neben Marc Biadacz nahm auch die stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Gitta Connemann, teil.

Hintergrund der Diskussion bildete die Tatsache, dass der digitale Wandel innerhalb der drittgrößten Wirtschaftsbranche in Deutschland längst Realität ist. Umfragen zufolge hat schon jeder zweite Landwirt inDeutschland in digitale Technologien investiert. Dabei reicht die Palette des sogenannten „Digital Farming“ von Melkrobotern und Futterautomaten über die Nutzung von GPS-Daten und Wetter-Apps bis zum Einsatz von Drohnen und modernster Sensortechnik. Sie tragen dazu bei, Lebensmittel nachhaltiger und ressourcenschonender herzustellen.

Das lässt sich beispielsweise an automatisierten Melksystemen verdeutlichen, die schon heute in Ställen eingesetzt werde: Diese bestimmen die Milchmenge jeder Kuh und sind in der Lage, den allgemeinen Gesundheitszustand des Tieres zu bestimmen, indem die Inhaltsstoffe der Milch ausgewertet werden. Dadurch können Krankheiten schneller erkannt und effektiver behandelt werden. Das trägt zum Tierwohl bei, senkt die Behandlungskosten und verbessert die Wirtschaftlichkeit der Betriebe. Aber auch der Verbraucher profitiert durch engmaschigere Kontrollen, eine gesunde Nahrung und eine bessere Rückverfolgbarkeit von Lebensmitteln.

Für Landwirte ist die Umrüstung auf digitale Technologien allerdings mit großen Investitionen verbunden. So kostet ein Melkroboter beispielsweise rund 100.000 Euro, ein Hochleistungstraktor mit Autopilot und Sensortechnik über 400.000 Euro. Vor diesem Hintergrund betonte Marc Biadacz: „Wenn wir von den Chancen der Digitalisierung sprechen, dann muss die Politik auch Rahmenbedingungen schaffen, damit alle diese Chancen wahrnehmen können. Wenn ich an die nebenerwerbstätigen Landwirte in meinem Wahlkreis denke, die diese Investitionen möglicherweise nicht tätigen können, müssen wir schauen, wie wir sie bei der Digitalisierung unterstützen können. Unser Ziel muss es sein, niemanden beim digitalen Wandel hängen zu lassen. Das nützt am Ende nicht nur den Landwirten, sondern der gesamten ländlichen Region!“