Zu einem Fachgespräch über die Folgen der Digitalisierung für den Arbeitsmarkt lud die Arbeitsagentur Stuttgart in das Herman-Hollerith-Zentrum nach Böblingen ein. Der Bundestagsabgeordnete Marc Biadacz diskutierte gemeinsam mit Dr. Susanne Koch, Leiterin der Agentur für Arbeit in Stuttgart, Roland Bernhard, Landrat des Landkreises Böblingen, Dr. Claus Hoffmann, Geschäftsführer des neuen Zentrums für Digitalisierung im Landkreis Böblingen, Thomas Grimm, Geschäftsführer der AddOn Systemhaus GmbH und Eberhard Klink, Marketingleiter der AddOn Systemhaus GmbH.

Als Diskussionsgrundlage des Fachgesprächs diente eine Studie des Instituts für Arbeitsmarktforschung, die zusammenfassend Alarmsignale für den Arbeitsmarkt im Landkreis Böblingen aufzeigt. Die Runde war sich schnell einig, dass durch die Digitalisierung zwar Arbeitsplätze wegfallen, aber auch neue, vor allem in der Digitalbranche, entstehen würden. Diese Arbeitsplätze setzten allerdings aufgrund ihrer Komplexität eine stetige Weiterbildung der Menschen voraus. Vor diesem Hintergrund berichtete Marc Biadacz vom Weiterbildungskonzept MILLA, das er gemeinsam mit Kollegen in der Arbeitsgruppe „Zukunft der Arbeit“ der CDU/CSU-Bundestagsfraktion entwickelt hat: „MILLA steht für „Modulares Interaktives Lebensbegleitendes Lernen für Alle“. Damit soll sich jeder auf seinem Smartphone fortbilden können, überall und jederzeit, egal ob in der Freizeit oder der Mittagspause.“

In den Schlussworten wurde eines deutlich: Alle Gesprächsteilnehmer sehen in der Digitalisierung eine große Chance für Deutschland und Europa. „Wir müssen offen für den digitalen Wandel sein und diesen aktiv mitgestalten. Wir brauchen Mut und Risikobereitschaft, Digitalisierung soll Spaß machen“, so Biadacz.

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