Mitte Mai ist der Digitalpakt Schule in Kraft getreten, sodass nun insgesamt 5,5 Milliarden Euro zur Verbesserung der digitalen Infrastruktur an Schulen bereitstehen. Für Baden-Württemberg gibt es rund 650 Millionen Euro. Erste Mittel können noch in diesem Jahr fließen.

Nachdem Bund und Länder die notwendige Verwaltungsvereinbarung unterzeichnet haben, sind die Voraussetzungen geschaffen, um mit der Umsetzung des Digitalpakts Schule zu beginnen. Bis 2024 stellt der Bund fünf Milliarden Euro für den flächendeckenden Aufbau digitaler Infrastrukturen an Schulen bereit. Hinzu kommt der Eigenanteil der Länder in Höhe von insgesamt 555 Millionen Euro. Mit dem Start des Digitalpakts werden die Länder nun die entsprechenden Förderrichtlinien erlassen.

Der direkt gewählte Bundestagsabgeordnete Marc Biadacz (CDU) ruft deshalb Schulen in seinem Wahlkreis auf, Förderanträge einzureichen: „Dass wir beim Digitalpakt Schule nach langen Verhandlungen zu einem Abschluss gekommen sind, ist eine gute Nachricht für die Zukunftsfähigkeit unseres Bildungssystems. Mit dem Digitalpakt wird der Weg für die Digitalisierung unserer Schulen frei. Jetzt ist zügiges Handeln vor Ort gefragt. Die Chancen, die sich mit dem Digitalpakt für die Schulen eröffnen, sollten genutzt werden. Hier liegt der Ball bei den Schulträgern, denn mit der Entwicklung der notwendigen Konzepte für die Beantragung der Mittel kann schon jetzt begonnen werden.“

Beim Digitalpakt Schule gilt der Grundsatz „Keine Ausstattung ohne Konzept“. Voraussetzung für die Beantragung von Mitteln aus dem Digitalpakt ist immer die Vorlage eines technisch-pädagogischen Konzepts jeder einzelnen Schule. Förderfähig sind unter anderem der Aufbau oder die Verbesserung der digitalen Vernetzung in Schulgebäuden und auf Schulgeländen, Serverlösungen, schulisches WLAN sowie der Aufbau und die Weiterentwicklung digitaler Lehr-Lern-Infrastrukturen. Weitere Informationen rund um den Digitalpakt Schule gibt es unter https://www.bmbf.de/.

Der Unterzeichnung des Digitalpakts war eine Änderung des Grundgesetzes vorangegangen, die am 4. April 2019 in Kraft getreten ist. Sie erlaubt dem Bund, allen Kommunen Finanzhilfen zur Steigerung der Leistungsfähigkeit der kommunalen Bildungsinfrastruktur zu gewähren.

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