Der Rucksack, den Marc Biadacz von seiner Sommertour durch den Landkreis Böblingen mit nach Berlin nehmen wird, ist vollgepackt mit Themen für Gesundheitsminister Jens Spahn. Während seines Besuchs bei der Evangelischen Diakonieschwesternschaft bekam der Bundestagsabgeordnete vielfältige Einblicke in die Pflege. Nach einer kurzen Führung durch die Pflegeeinrichtung und der Vorstellung der Evangelischen Diakonieschwesternschaft, ging man zu einer Gesprächsrunde mit drängenden Fragen rund um die Pflege über.

Zentrales Thema war der große Personalmangel in der Pflege. Besonders im Landkreis Böblingen, wo Vollbeschäftigung herrscht und große Unternehmen mit hohem Lohnniveau den Arbeitsmarkt bestimmen, würde es immer schwieriger, gute Mitarbeitende für die Pflege zu gewinnen. „Es ist deshalb enorm wichtig, dass wir die in der Konzertierten Aktion Pflege vorgesehenen Vereinbarungen zu Stärkung der Ausbildung in der Pflege zügig umsetzen“, betonte Biadacz.

Der Vorschlag der CDU-Vorsitzenden, Annegret Kramp-Karrenbauer, ein verpflichtendes Gesellschaftsjahr einzuführen, kam in der Gesprächsrunde sehr gut an. Die Erfahrungen in der Pflege würden zeigen, dass junge Menschen häufiger eine Ausbildung zur Pflegekraft machen, wenn sie bereits erste Erfahrungen in dem Beruf gesammelt haben. Drei der Teilnehmer an der Gesprächsrunde sind über den Zivildienst zur Pflege gekommen und haben inzwischen Führungspositionen inne.

„Ich habe viele Einblicke in die Pflege gewonnen. Mein Rucksack für den Gesundheitsminister ist vollgepackt“, so Biadacz zum Abschluss der Gesprächsrunde.

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