Im Kompetenzzentrum der Stuckateure ist die Digitalisierung längst angekommen. Das zeigte der Besuch des CDU-Bundestagsabgeordneten Marc Biadacz, der sich vor Ort über das vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales geförderte Projekt "DigiGAAB" informierte.

Die Freude über den Förderbescheid des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales war groß - das Projekt "DigiGAAB" des Kompetenzzentrums für Ausbau und Fassade wird mit über einer Million Euro gefördert. "DigiGAAB" steht für "Digital unterstützter Gesundheits- und Arbeitsschutz im Arbeitsprozess Bau". In diesem Projekt sollen Experimentierräume am Kompetenzzentrum entstehen, wo sich nicht nur die Unternehmer, sondern die komplette Belegschaft einer Firma über die unterschiedlichen Softwaretools und ihren praktischen Nutzen informieren können. Projektleiter Dr. Roland Falk, Hauptgeschäftsführer Thomas Arnold und der Geschäftsführer der Heller Stuckateur GmbH, Simon Bieberle, stellten dem Bundestagsabgeordneten Marc Biadacz das Projekt und dessen Ziele vor.

Thomas Arnold erläuterte, dass im Stuckateurhandwerk die Digitalisierung sehr unterschiedlich Einzug hält. Da das Thema für die Zukunft von höchster Bedeutung ist, engagiert sich das Kompetenzzentrum für die praxisgerechte Einführung der Digitalisierung in den Fachbetrieben. Beispielsweise wird der Einsatz von wasserdichten Tablets getestet, um digitale Planungsinformationen und Arbeitsanweisungen schnell entgegenzunehmen und diese zu verarbeiten. Der Bundestagsabgeordnete zeigte sich begeistert: "Als Digitalpolitiker freut es mich besonders, wie offen das Handwerk mit der Digitalisierung umgeht. Wir müssen die digitale Transformation unserer Arbeitswelt aktiv gestalten, um Chancen der Digitalisierung zu nutzen und Risiken zu minimieren. Dafür braucht es Mut, kreative Ideen umzusetzen - eben diesen Mut beweist das geförderte Projekt des Kompetenzzentrums aus meinem Wahlkreis."

Der Projektleiter Dr. Roland Falk betonte in diesem Zusammenhang die Wichtigkeit, analoge Prozesse nicht nur 1:1 in digitale Prozesse umzusetzen. "Wir müssen die Chance nutzen die Prozesse neu zu denken und eine zukunftsfähige Struktur im Unternehmen aufzubauen. Damit dies nachhaltig gelingt und in einem Handwerksbetrieb dauerhaft verankert werden kann, ist es notwendig, dass zumindest die Führungskräfte, besser noch die ganze Belegschaft in die notwendige Einführung der Digitalisierung im Betrieb einbezogen wird", so Falk. Herr Bieberle, Geschäftsführer der Heller Stuckateur GmbH und ein Praxispartner in diesem Projekt, verwies darauf, dass es für einen kleinen Handwerksbetrieb ohne eine solche Unterstützung fast nicht möglich wäre im Tagesgeschäft diese notwendigen Schritte alleine zu bewältigen. Er freut sich auf die Treffen und den Austausch mit anderen Kollegen beim Ringen um die richtigen Lösungen.

Das bundesweite Kompetenzzentrum beschäftigt sich aber nicht nur mit der Digitalisierung im Stuckateurgewerbe. Von Gesellen- über Meisterausbildung und Ausbau-Manager-Qualifizierung werden auch Flüchtlinge auf eine Ausbildung oder in die Arbeit in einem Stuckateurbetrieb vorbereitet. Marc Biadacz zeigte sich begeistert, wie vielfältig die Aufgaben am Kompetenzzentrum für Ausbau und Fassade sind. Nicht umsonst ist das Zentrum in Rutesheim Anlaufpunkt für vielzählige Stuckateure aus ganz Deutschland.

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