Im Rahmen des Förderprogramms "Nationale Projekte des Städtebaus" unterstützt das Bundesinnenministerium die Sanierung und Revitalisierung des Fruchtkastens in Herrenberg.

In diesem Jahr fördert der Bund 24 Projekte für zukunftsweisende Stadtentwicklung mit rund 75 Millionen Euro. Für das Förderprogramm "Nationale Projekte des Städtebaus" hatten sich 98 Städte und Gemeinden beworben, darunter Herrenberg mit der Sanierung und Revitalisierung des Fruchtkastens. Der direkt gewählte CDU-Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises Böblingen, Marc Biadacz, freut sich, dass der Herrenberger Fruchtkasten im Bewerbungsprozess überzeugen konnte und mit vier Millionen Euro gefördert wird: "Der Einsatz in Berlin für den Fruchtkasten hat sich gelohnt! Mit der Sanierung soll ein lebendiges und öffentliches Zentrum mit Kultur und Gastronomie in der Herrenberger Altstadt entstehen. Das Projekt zeigt, wie innovative Stadtentwicklung geht und Innenstädte mit Leben erfüllt werden können. Davon profitiert nicht nur Herrenberg selbst, sondern alle Bürgerinnen und Bürger im gesamten Landkreis Böblingen." Die Landtagsabgeordnete des Wahlkreises Leonberg-Herrenberg-Weil der Stadt, Sabine Kurtz, ergänzt: "Die Bundesförderung ist ein wichtiger finanzieller Beitrag zur Sanierung des Fruchtkastens. Ich werde mich auf Landesebene für zusätzliche Fördermittel einsetzen."

Der Herrenberger Fruchtkasten ist ein in den Jahren 1683/1684 errichtetes Fachwerkgebäude und nach der Stiftskirche das zweitgrößte historische Gebäude der Stadt Herrenberg. Nachdem das Gebäude in der Vergangenheit vermehrt ungenutzt blieb, wurden unter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger Möglichkeiten ausgearbeitet, wie das Gebäude in Zukunft genutzt werden kann. Es soll ein zentraler Ort in der Innenstadt Herrenbergs mit den Elementen Kunst, Kultur, Gästeinformation, Gastronomie und regionale Produkte geschaffen werden. Insgesamt kostet das Projekt rund 11 Millionen Euro.

Über das Bundesprogramm "Nationale Projekte des Städtebaus" fördert der Bund seit 2014 jährlich investive und konzeptionelle Vorhaben mit besonderer nationaler beziehungsweise internationaler Wahrnehmbarkeit, mit hoher baukultureller Qualität, überdurchschnittlichem Investitionsvolumen sowie Projekte mit hohem Innovationspotenzial.

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