Die Sindelfingerin Marion Zeeb schöpft wieder Hoffnung. Sie leidet seit Jahren an der Krankheit Lipödem, einer Fettverteilungsstörung, die unter anderem mit einer Deformierung der Beine einhergeht. Mittlerweile ist die Krankheit so weit fortgeschritten, dass Marion Zeeb auf den Rollstuhl angewiesen ist.

Typisch für das Lipödem sind zunehmende Schmerzen. „Nachts habe ich wahnsinnige Schmerzen, als ob die Beine platzen“, erzählt Marion Zeeb. Bisher wurden von der Krankenkasse nur kleine Maßnahmen genehmigt, die aber keine effektive Linderung versprachen. Effektive Hilfe schafft nur eine Fettabsaugung, eine sogenannte Liposuktion, die bisher nicht zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen gehörte. Der Besuch des Bundestagsabgeordneten gibt der Betroffenen nun neuen Mut. Im Rahmen des Treffens überbringt Marc Biadacz die Nachricht, dass der Gemeinsame Bundesausschuss die Fettabsaugung in Lipödem-Fällen ab dem Stadium 3 in den Leistungskatalog aufgenommen hat.
Kennengelernt hatten sich Marc Biadacz und Marion Zeeb beiden beim Besuch des Bundesgesundheitsministers Jens Spahn im Klinikum in Böblingen. Marc Biadacz versprach, die Nöte von Marion Zeeb mit nach Berlin zu nehmen und sie dem Minister vorzutragen. Laut dem Gesundheitsminister soll es 3 Millionen Lipödem-Betroffene geben, weshalb auch er sich für eine Aufnahme der sogenannten Liposuktion in den Leistungskatalog der Krankenkassen stark machte.

Die Krankenkassen haben inzwischen mit genauen Richtlinien auf den Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses reagiert. Die Liposuktion kann bei einem Körpergewicht bis zu 120 Kilogramm und einem Body Mass Index unter 35 durchgeführt werden. Auch wenn dadurch weitere Hürden für Marion Zeeb entstehen, hat sie große Hoffnung, endlich wieder laufen zu können, ohne Rollator und Krücken. „Ich freue mich, dass sich der Einsatz gelohnt hat und hoffe, dass Frau Zeeb dadurch wieder neuen Lebensmut schöpfen kann“, betont Marc Biadacz.

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