Auf Einladung des CDU-Ortsverbandes Bondorf besuchte der Böblinger CDU-Bundestagsabgeordnete Marc Biadacz zwei Bondorfer Betriebe, die sich in den letzten Jahren hervorragend entwickelt haben.

Im Jahr 2003 begann der junge Installateurmeister Andreas Lang in einem angemieteten Gebäudeteil seinen Betrieb für Heizungs- und Sanitärinstallation. Gemeinsam mit seiner Frau Monika und einem wachsenden Stamm von Fachkräften gelang es in wenigen Jahren, das Unternehmen stetig voranzubringen. Heute sind 23 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im neuen Betriebsgebäude untergebracht, das mit seiner ansprechenden Architektur in exponierter Lage auch einen Gewinn für das Ortsbild darstellt. Biadacz erfuhr auf Nachfrage, dass es dem Unternehmen bisher gut gelingt, genügend geeigneten Nachwuchs auszubilden. Vier Azubis sind es aktuell, die auch durch die Aussicht auf eine erfolgreiche Karriere, motiviert werden.

Wichtiger Erfolgsfaktor des Unternehmens ist neben der strikten Qualitätsorientierung die Innovationsbereitschaft. So können sich Kunden neuerdings virtuell mit 3-D-Brille die Konzeption des geplanten Badezimmers vor Augen führen lassen. „Als Digitalpolitiker freut es mich besonders, wenn Unternehmen die digitale Transformation der Arbeitswelt aktiv gestalten. Die Firma Lang geht hier mit Mut voran und nutzt die Chancen der Digitalisierung, um Prozesse effizienter zu gestalten“, so Biadacz.

Ein weiteres Detail fand das besondere Interesse des Abgeordneten und den begleitenden Vertretern der CDU: Ein Kanban-System sorgt für Ordnung im Lager mit seinen zahlreichen Teilen. Dieses System, das auch in der Autoindustrie angewendet wird, vermeidet Zeitverschwendung bei der Versorgung mit notwendigem Verbrauchsmaterial und kommt so auch den Kunden zugute. An die Politik richtete Andreas Lang den Appell, die Betriebe nicht mit immer mehr Bürokratie zu belasten und bei der Digitalisierung die notwendige Infrastruktur bereitzustellen.

Nur hundert Meter vom Handwerksbetrieb Lang entfernt liegt das „Phönix-Laboratorium“ im Gewerbegebiet Zehntscheuer. Seit 1978 in Bondorf beheimatet, werden in diesem Familienunternehmen homöopathische Arzneimittel entwickelt und hergestellt. Dr. Ekkehard Titel, in vierter Generation an der Spitze der Geschäftsführung, stellte das Unternehmen mit seiner über 100-jährigen Geschichte vor. 38 Mitarbeiter sind aktuell am Standort beschäftigt. Die Branche der spagyrischen Heilmittel, so der Fachbegriff, muss sich permanent mit neuen gesetzlichen Vorgaben befassen. So ist die Möglichkeit der Kostenerstattung der Präparate durch die Krankenkassen weitestgehend abgeschafft. Auch im Hinblick auf die Angaben zur Wirkungsweise der Präparate muss das Traditionsunternehmen mit zunehmenden Restriktionen seitens der staatlichen Aufsicht fertig werden, die es erschweren, die Produkte zu bewerben. Biadacz sicherte zu, im direkten Kontakt zu Minister Spahn die Problematik zu erörtern.

Doch Geschäftsführer Titel konnte trotzdem von einer guten Entwicklung berichten. Das zeigt sich auch an der baulichen Tätigkeit am Firmensitz. Rund 3 Millionen Euro wurden in den vergangenen drei Jahren investiert. Neue Räume für Produktion und Logistik sowie attraktive Räume für Schulungen und Präsentationen zeugen von der optimistischen Zukunftsorientierung bei Phönix. Und zur Freude der CDU-Gemeinderäte hob Titel die günstigen Standortfaktoren der Gemeinde Bondorf hervor.

Marc Biadacz zeigte sich begeistert von den beiden mittelständischen Familienunternehmen, die sich auf ganz unterschiedlichen Gebieten jeweils durch unternehmerischen Mut und die Bereitschaft zur ständigen Weiterentwicklung am Markt behaupten: „Ich bin beeindruckt, dass wir solche Betriebe hier haben. Gerade durch die Digitalisierung werden für den Mittelstand viele Chancen entstehen, so wie in Bondorf.“

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