Als Mitglied des Arbeitskreises „Zukunft der Arbeit“ der CDU/CSU-Bundestagsfraktion hat Marc Biadacz mit drei weiteren Abgeordneten die Online-Weiterbildungsplattform MILLA entwickelt und dem CDU-Bundesvorstand vorgestellt. Das neue Weiterbildungskonzept ist die Antwort auf einen vom digitalen Wandel veränderten Arbeitsmarkt und soll im Dezember auf dem CDU-Bundesparteitag beraten werden.

Der digitale Wandel verändert unsere Arbeitswelt und die Anforderungen an Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Der Arbeitsmarkt wird schneller und dynamischer. Daher werden zukünftige Erwerbsbiographien von häufigeren Wechseln geprägt sein.

Um Fachkräftemangel und Arbeitslosigkeit zu verhindern, wird lebensbegleitendes Lernen immer wichtiger. Derzeit ist die Weiterbildungslandschaft in Deutschland für den Einzelnen allerdings sehr unübersichtlich und nicht zentral organisiert: Es gibt heute mehr als 14.000 Studiengänge und über 4,5 Mio. Angebote auf dem Weiterbildungsmarkt. Hinzu kommt eine noch größere Auswahl vorwiegend englischsprachiger Online-Angebote.

Der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitiker Marc Biadacz (CDU) zieht daraus die Schlussfolgerung: „Wenn wir in Deutschland fit für die digitale Transformation unserer Arbeitswelt sein wollen, brauchen wir eine grundlegende Reform der Weiterbildung, die allen Menschen hilft, sich in der digitalen Welt zurecht zu finden.“ Daher hat Biadacz gemeinsam mit seinen CDU-Kollegen Antje Lezius, Thomas Heilmann, Kai Whittaker ein neues Weiterbildungskonzept mit dem Namen MILLA entwickelt. Alle vier Abgeordneten gehören dem Arbeitskreis „Zukunft der Arbeit“ in der Arbeitsgruppe Arbeit und Soziales der CDU/CSU-Bundestagsfraktion an.

MILLA steht für: „Modulares Interaktives Lebensbegleitendes Lernen für Alle“. Auf der Online-Weiterbildungsplattform soll das bisherige Weiterbildungsangebot gebündelt werden – von traditionellen Anbietern wie Volks- und Hochschulen, von Einzelpersonen, aber auch von Gewerkschaften und Unternehmen. „Mit MILLA schaffen wir das Netflix der Weiterbildung! MILLA ist individuell anpassbar, berücksichtigt die persönlichen Interessen und das vorhandene Fähigkeitsprofil des jeweiligen Nutzers. Insbesondere setzen wir auf kurzweiliges und flexibel einsetzbares E-Learning, um nachhaltige Motivation für dauerhaftes Selbststudium und Neugier für Weiterbildung zu schaffen“, so Biadacz.

Dabei sollen Nutzer „Kompetenzpunkte“ für abgeschlossene Weiterbildungskurse sammeln können, um sie in Prämien und Nachweise für den Arbeitgeber umwandeln zu können. Die Qualität der Angebote soll fortlaufend staatlich geprüft werden.

Nachdem das MILLA-Konzept am Montag von Marc Biadacz und den weiteren Abgeordneten im CDU-Bundesvorstand vorgestellt wurde, soll sich auch der CDU-Bundesparteitag im Dezember mit dem Konzept beschäftigen. Ziel ist es, im ersten Halbjahr 2019 innerhalb der CDU-geführten Bundesregierung eine neue Weiterbildungsstrategie zu erarbeiten. Erste Teile der neuen Online-Weiterbildungsplattform könnten dann 2020 oder 2021 starten.

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