Am 26. Mai 2021 diskutierte der Böblinger Bundestagsabgeordnete Marc Biadacz gemeinsam mit der Frauen-Union im Kreis Böblingen, seinem Bundestagskollegen Frank Heinrich MdB, dem Diakonischen Werk Karlsruhe sowie interessierten Bürgerinnen und Bürgern über den rechtlichen und gesellschaftlichen Rahmen von Prostitution.

Seit 2002 ist Prostitution in Deutschland nicht mehr sittenwidrig. Jedoch bleibt es gesellschaftlich und politisch umstritten, ob Prostitution verboten werden sollte. In einigen skandinavischen Ländern findet das sogenannte "Nordische Modell" Anwendung. Danach ist das Angebot sexueller Dienstleistungen legal, die Freier und Zuhälter werden hingehen kriminalisiert. Dies führt zu einem faktischen Verbot von Prostitution.

Marc Biadacz, der direkt gewählter Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Böblingen, und Elke Staubach, Vorsitzende der Frauen Union im Kreisverband Böblingen, luden als Referenten Frank Heinrich, Mitglied des Deutschen Bundestages, Obmann im Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe sowie Gründungsmitglied und Vorsitzender des Bündnisses Gemeinsam gegen Menschenhandel e.V., sowie Wolfgang Stoll, Direktor des Diakonischen Werks Karlsruhe, und Anita Beneta, Bereichsleitung der Beratungsstelle für Prostituierte "Luise" im Diakonischen Werk Karlsruhe.

In der Diskussion zum Streitthema Sexkaufverbot ging es um moralische Bedenken, den Zusammenhang mit Menschenhandel und die schlechten Lebens- und Arbeitsverhältnisse der Prostituierten. Der gemeinsame Austausch zwischen Vertretern aus Politik und Gesellschaft beleuchtete sehr erkenntnisreich verschiedene Ansätze zum Umgang mit Prostitution.

Die Diskussion können Sie hier nachschauen:

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