Der Volkstrauertag, als Tag des Gedenkens an die Opfer von Kriegen, Terror und Gewalt, hat auch nach sieben Jahrzehnten Frieden in Europa nicht an Bedeutung verloren. Denn er mahnt, die richtigen Lehren aus der Vergangenheit zu ziehen und sich auch weiterhin für Frieden in Europa einzusetzen. Bei der Feierstunde zum Volkstrauertag in Herrenberg wurde eines deutlich: Ohne Lernen und Reflektieren aus der Geschichte ist keine Versöhnung und damit auch kein dauerhafter Frieden möglich.

In seiner Rede sprach der CDU-Bundestagsabgeordnete Marc Biadacz als Vertreter des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge von einem symbolträchtigen Jahr 2019., denn der nationalsozialistische deutsche Überfall auf Polen im Jahr 1939 jährt sich zum 80. Mal. Für Marc Biadacz ist 2019 ein Jahr der Erinnerung und Reflexion: „Wir müssen die Vergangenheit in die Gegenwart holen, um für das Handeln der Zukunft zu lernen. Aus der Vergangenheit wächst die Verantwortung, sich für Frieden und Versöhnung einzusetzen. Frieden braucht Mut. Frieden braucht eine aktive Erinnerungskultur.“

Nach einem Gebet und dem Vaterunser wurden die Kränze am Kriegerdenkmal durch die Stadt Herrenberg, den Volksbund für Deutsche Kriegsgräberfürsorge, den Sozialverband VdK Herrenberg und die Reservisten-Kameradschaft Herrenberg als Zeichen der Erinnerung niedergelegt.

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