Zu der Berichterstattung über Vorgänge im Gärtringer Schlachthof geben die CDU-Landtagsabgeordneten Sabine Kurtz (Leonberg) und Paul Nemeth (Böblingen) sowie der CDU-Bundestagsabgeordnete Marc Biadacz folgende Stellungnahme ab:

„Die Videoaufnahmen, die aus dem Gärtringer Schlachthof stammen sollen, zeigen schockierende und beschämende Bilder. Die Vorgänge müssen rückhaltlos und vollumfänglich aufgeklärt werden. Dabei muss auch genau geprüft werden, ob die zuständigen Behörden ihrer Aufsichtspflicht nachgekommen sind.

Die Forderung der Grünen nach einer Schließung des Schlachthofs, noch bevor die Staatsanwaltschaft ermitteln konnte, halten wir für verfrüht. Solche Schnellschüsse helfen im Augenblick nicht weiter. Zunächst muss lückenlos aufgeklärt werden, wo das Versagen lag. Dann kann man die notwendigen Konsequenzen ziehen. Dabei müssen auch personelle Konsequenzen in Betracht gezogen werden.

Grundsätzlich halten wir regionale Schlachthöfe für eine sinnvolle Einrichtung. Kurze Transportwege und eine regionale Herkunft sind gute Argumente für die genossenschaftliche Schlachtung vor Ort. Allerdings muss der schonende Umgang mit den Tieren absoluten Vorrang haben, was auf den uns vorliegenden Videoaufnahmen ganz offensichtlich nicht der Fall ist. Die Aufklärung dieses Vorganges sollte Anlass und Grundlage sein, um, wo nötig, entsprechende Verbesserungen für den Tierschutz in Schlachtbetrieben vorzunehmen.“

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