Eine starke Gesellschaft erkennt man daran, dass alle Menschen selbstverständlich am öffentlichen Leben teilhaben können. Dafür tragen wir gemeinsam Verantwortung – in Politik, Wirtschaft und im täglichen Miteinander. Vor diesem Hintergrund hat der Deutsche Bundestag heute in erster Lesung die Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes beraten. Barrierefreiheit und Teilhabe müssen in allen Bereichen unseres gesellschaftlichen Lebens selbstverständlich werden.
Die Reform sieht unter anderem die Einrichtung eines Bundeskompetenzzentrums für Leichte Sprache und Deutsche Gebärdensprache vor. Gleichzeitig stärken wir die Rechte von Menschen mit Behinderung durch einen Anspruch auf angemessene Vorkehrungen im Alltag. Auch Unternehmen stehen in der Verantwortung, praktikable Lösungen für mehr Barrierefreiheit und Teilhabe zu ermöglichen. Dabei unterstützt künftig eine Bundesfachstelle für Barrierefreiheit mit Beratung und konkreter Begleitung. Der Bund muss beim Abbau von Barrieren vorangehen. Deshalb werden Barrieren in Bestandsbauten des Bundes Schritt für Schritt abgebaut. Unser Ziel ist es, bis 2045 Barrierefreiheit in den Bestandsbauten des Bundes umfassend umzusetzen. Mein Vorschlag ist, bereits bis 2035 beim Abbau von Barrieren deutlich mehr Tempo zu machen und den Turbo für echte Teilhabe und Inklusion zu zünden.
Jetzt gilt es, diesen Weg entschlossen weiterzugehen und Inklusion in unserem Land Schritt für Schritt stärker im Alltag zu verankern. ...